Klappentext

Schafft die Liebe es, alles zu überwinden?

Ari ist herzensgut. Aber auf der Suche nach großen Gefühlen scheint sie immer nur Nieten zu ziehen. Die Nase gestrichen voll von Dates, schwört sie der Männerwelt schließlich ab. Ausgerechnet dann tritt der verschlossene Gitarrist Sam in ihr Leben. Stück für Stück blickt sie hinter die Fassade des mysteriösen Rockstars und findet dort viel Licht, aber auch tiefe Schatten. Etwas lastet schwer auf ihm, und Ari möchte nur eines – Sam ein wenig Leichtigkeit zurückgeben. Als er sein Geheimnis schließlich offenbart, hat sie ihr Herz bereits vollends an ihn verloren. Doch manchmal ist Liebe vielleicht nicht genug …

Band 3 der Kolibri-Reihe

Jeder Band der vierteiligen Kolibri-Reihe ist ein in sich abgeschlossener Roman. Trotzdem empfiehlt es sich, die Reihenfolge einzuhalten. Zu Band 1: Kolibriherzschlag.



DU MÖCHTEST EIN SIGNIERTES BUCH ODER INTERESSIERST DICH FÜR BOOKMERCH UND BUCHBOXEN?

Dann besuche meinen Shop auf Lieblingsautor.de



Auszug Kapitel 1

„Es gibt drei Dinge in meinem Leben, die ich mit Sicherheit weiß, die ich glasklar vor mir sehe und bei denen es keinerlei Zweifel gibt. Erstens: Ich liebe meine Familie. Zweitens: Ich könnte nicht ohne Bücher leben. Und drittens: Ich bin die Person auf dieser Welt mit dem meisten Pech in Sachen Dating. Es ist, als würde ich auf dem Rummel stehen und hätte mein ganzes Geld für Lose ausgegeben. Und jedes einzelne davon war eine Niete. Ich habe noch nicht mal einen dieser klitzekleinen Trostgewinne gezogen, die eigent­lich jeder immer mal wieder zu bekommen scheint. Um mich herum tobt das Leben. Alle sind fröhlich und holen sich ihre Preise ab. Nur ich stehe da, mit leeren Händen. Ganz alleine.“ Ich atmete schwer nach diesem emotionalen Ausbruch.

„Haben Sie da gerade von einem Buch geredet? Kann man das hier kaufen?“ Eine ältere Dame war interessiert an den Verkaufstresen getreten und rückte sich die Brille auf ihrer Nase zurecht, dabei zitterte ihre Hand ganz leicht.

 Ich hatte eigentlich gedacht, dass meine Kollegin Laura und ich alleine im Laden wären. Aber da das Buch­univer­sum aus einer ehemaligen Altbauwohnung mit vielen ver­schach­telten Räumen bestand, war es nicht immer einfach, den Überblick zu behalten.

„Nein, das ist eine private Geschichte“, sprang Laura für mich ein und lächelte die Kundin an. „Aber ich zeige Ihnen gerne ein paar Romane mit einer tragischen Heldin, die am Ende doch noch die Liebe findet.“ Sie führte die leicht ge­brechlich wirkende Frau ins nächste Zimmer, blickte sich aber noch einmal zu mir um und zwinkerte mir zu.

Tragische Heldin? Pah. Ich fühlte mich eher wie eine tragische Verliererin. Und nur, weil es in den vielen roman­tischen Geschichten, die ich selbst gerne las, meistens ein Happy End gab, hieß das nicht, dass das auch für mich galt. Denn ich war sozusagen die leibhaftig gewordene Ausnah­me von der Regel. Jeder Topf findet seinen Deckel? Ich war weder der Topf, noch der Deckel. Ich war die Auflaufform, für die kein Deckel existierte. Mein Fall war zwar allein auf Grund logischer Wahrscheinlichkeitsre­ch­nun­gen unmö­glich, aber hier stand ich, oder? Mitte dreißig. Single, seit … mehr oder weniger schon immer. Da gab es eine Beziehung, als ich sechzehn war. Sie lief immerhin ein halbes Jahr und ich war furchtbar verknallt gewesen. Er hatte mich schließ­lich wegen meiner damaligen besten Freundin abserviert. Tota­les Klischee. Und seitdem? Ein Date nach dem ande­ren, aber über das erste Treffen ging es meistens nicht hinaus. Ich hatte skurrile Geschichten erlebt, traurige Geschichten und dreiste Geschichten. Jeder dieser Männer hatte immer mindestens einen Haken gehabt. Entweder sie wohnten zu Hause bei Mama, hingen an ihrer Exfreundin – wahlweise auch Exfrau – hatten ein Drogen­problem, hielten sich Riesentausendfüßler als Haustiere oder erzählten nur von sich und stellten mir keine einzige Frage. Letzteres war tatsächlich einer der häufigsten Gründe, warum ich selten ein zweites Treffen in Erwägung zog: mangelndes Interesse. Und ich meine jetzt echtes Interesse an meiner Person, und nicht an meinem Ausschnitt oder an einer möglichst kurzen Zeitspanne, sich mit mir in den Laken zu wälzen. Ich hatte auch mal einem schlechten Küsser ein drittes Date ver­weigert, weil mir sein Sabber übers Kinn getropft war – und das bei einem recht leidenschaftslosen Zungenspiel vor meiner Haustür. Vielleicht war ich ja zu anspruchsvoll, aber selbst meine Freundinnen bestätigten mir regelmäßig, dass ich die Königin der Nieten war.

Ich seufzte laut, was den nächsten Kunden irritierte, der wieder wie aus dem Nichts vor mir stand und bezahlen wollte.

Schluss jetzt, Ari! Du bist hier in der Arbeit. Dein Suhlen in Selbstmitleid muss bis nach Feierabend warten.


Du möchtest mehr über Laura erfahren? Dann lade dir die XXL-Leseprobe als PDF herunter: