Kolibriherzschlag

Klappentext

Was ist der Unterschied zwischen Verliebtheit und Liebe?

Laura und Jasper sind früh Eltern geworden und führen ein harmonisches Leben. Diese Idylle wird jäh unterbrochen, als ihre 14-jährige Tochter auf eigenen Wunsch in ein Sportinternat zieht. Plötzlich hat Laura Zeit zum Nachdenken und in ihrem Kopf werden bohrende Fragen wach: Will sie beruflich mehr erreichen? Ist sie eigentlich glücklich? Und wohin ist das Herzklopfen verschwunden, das Jasper immer bei ihr ausgelöst hat? In dieser Situation wird Laura wieder an den verrückten Pakt erinnert, den die beiden am Tag vor ihrer Hochzeit geschlossen hatten: Jeder durfte einen Prominenten benennen. Sollte sich in der Ehe jemals die Chance ergeben, eine Nacht mit diesem Promi zu verbringen, wäre das ohne Konsequenzen erlaubt. Nie hätte Laura erwartet, dass das jemals passieren würde. Aber dann steht sie dem sexy Rockstar Cosmo tatsächlich gegenüber und ihre Welt gerät vollends ins Wanken …

Band 1 der Kolibri-Reihe

Jeder Band der vierteiligen Kolibri-Reihe ist ein in sich abgeschlossener Roman. Trotzdem empfiehlt es sich, die Reihenfolge einzuhalten. Zu Band 2: Kolibrifarben.



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Auszug: KAPITEL 1

Jetzt war es also so weit. Wir machten einen letzten Spaziergang durch den Park. Die Sonne gab noch einmal ihr Bestes und strahlte vom Himmel, was das Zeug hielt: Altweibersommer. Alt fühlte ich mich gerade auch. Steinalt. Eigentlich war ich erst 36, aber ich sollte heute schon mein Kind in sein eigenes Leben entlassen. Dabei fühlte ich mich selbst noch nicht einmal hinreichend erwachsen. Eigentlich hatte ich es immer als einen Segen empfunden, so jung Mama geworden zu sein. Aber es war nie der Plan gewesen, dass meine Tochter ebenfalls sehr jung entschied, plötzlich keine Mutter mehr zu brauchen.

Ich beobachtete Hannah, die vor mir ging. Sie witzelte mit ihrem besten Freund Moritz und stieß ihn dabei scherzhaft mit ihrem Ellbogen in die Seite. Beide lachten lauthals.

Das Lächeln des eigenen Kindes hat etwas Magisches an sich. Als Baby war jedes Lachen unserer Tochter wie eine Offenbarung für uns gewesen. Es hatte so wunderbar in unseren Ohren geklungen, dass wir es immer wieder hatten hören wollen. Und so hatten wir uns allen möglichen Blödsinn ausgedacht, um Hannah zum Lachen zu bringen. Und sie hatte uns diesen Gefallen recht häufig getan, denn sie war von Anfang an ein fröhliches Kind gewesen. Und jetzt, 14 Jahre später, konnte ich immer noch nicht genug bekommen von ihrem Lachen. Es kroch mir unter die Haut, bahnte sich einen direkten Weg zu meinem Herzen und hüllte es wohlig warm ein. Es machte mich glücklich. Normalerweise. Aber heute war alles überlagert von einem allumfassenden Gefühl der Wehmut. Ich drückte Jaspers Hand noch fester und umklammerte sie wie einen rettenden Anker. Er drückte zurück und gab mir damit das Gefühl, nicht alleine zu sein. Denn mit dieser Situation hatte ich niemals so früh gerechnet.

Zwischen den Bäumen tauchten die Wohnheim­gebäude des Internats auf. Die ersten Blätter fingen langsam an, sich zu färben. Unsere Schritte knirschten auf dem Kiesweg.  Viel lieber wäre ich weiter gelaufen. Hätte das Ganze ein wenig länger hinausgezögert. Nur ein paar Minuten. Ich wollte mich nicht verabschieden. Noch nicht. Ich blieb stehen, schloss kurz die Augen und atmete tief durch. Als ich sie wieder öffnete, sah mich Jasper besorgt an. „Alles in Ordnung?“

Ich konnte nur den Kopf schütteln. Tränen stiegen mir in die Augen und ich gab mir alle Mühe, sie zurückzuhalten. Er zog mich in seine Arme und hielt mich fest.

„Nicht weinen, mein Herz! Du weißt doch, wie sehr sie solche Dramen hasst. Du darfst später weinen. Verspro­chen. Die ganze Autofahrt, wenn du möchtest. Und du darfst auch die Musik aussuchen. Wir können traurige Songs anmachen und uns so richtig bemitleiden.“ Er schob mich ganz sacht ein bisschen von sich weg, um mir ins Gesicht sehen zu können und sah mich erwartungsvoll an. „Na, wie klingt das?“

Ich schluckte schwer und versuchte, ihm ein kleines Lächeln zu schenken, das gehörig misslang. „Okay.“

„Was meinst du mit ‚okay‘? Ich hab dir gerade freiwillig die ultimative Hoheit über die Musikauswahl während unserer fünfeinhalbstündigen Rückfahrt gegeben. Und für dich ist das lediglich okay?“ Er tat entsetzt und rang mir so ein ehrliches Schmunzeln ab. Er schaffte es immer wieder, mich aufzuheitern.

„Entschuldige. Ich wollte eigentlich sagen, dass das eine spitzenmäßige Idee ist“, legte ich nach.

Er nahm mich erneut in den Arm und küsste mich auf den Scheitel. „Wo bleibt ihr denn?“, hörte ich Hannah rufen.


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